selbstgebackener

Ein gut geratener selbstgebackener Stollen

Ein gut geratener selbstgebackener Stollen

ist der Stolz jeder deutschen Hausfrau. Zu seiner Herstellung wird meist Hefeteig bevorzugt. Soll derselbe gut gelingen, ist es wichtig, folgende Backregeln zu beachten:

1. Man verwende beste, frische Preßhefe, die in lauwarmer, nicht heißer Flüssigkeit (von etwa 30° R) angerührt wird.

2. Sämtliche Backzutaten müssen lauwarme Temperatur haben.

3. Das Mehl soll von bester Qualität sein, trocken und gesiebt.

4. Eier werden zuvor einige Zeit in lauwarmes Wasser gelegt.

5. Hefeteig stelle man zum Gehen nie unmittelbar auf den warmen Herd, sondern lege ein Holzscheit unter die Schüssel.

6. Man schlage Eier nicht sofort in den Teig, sondern erst in eine Tasse, um sie auf ihre Güte zu prüfen.

7. Backschüsseln und Backformen müssen vorgewärmt werden.

8. Sultaninen und Weinbeeren werden in einem Sieb mehrmals warm gewaschen, Mandeln in kochendem Wasser gebrüht, abgezogen und gewiegt oder geschnitten.

9. Das Backrohr darf nicht zu früh oder zu häufig und nur kurze Zeit zum Nachsehen geöffnet werden.

10. Zugluft muß im Backraum vermieden werden.

11. Resi-Schmelz soll nicht in flüssigem Zustande, sondern nur leicht angewärmt in den Teig gegeben werden.

12. Der Teig soll geschmeidig, aber nicht zu weich sein, so daß er sich mit der Hand verarbeiten läßt. Er muß so lange geknetet werden, bis er sich leicht von Hand und Schüssel löst. Die Menge der zum Teig verwendeten Flüssigkeit läßt sich nie ganz genau angeben, da sie von der Aufnahmefähigkeit des jeweils verwendeten Mehles und der Größe der Eier abhängt.

13. Man lasse den Teig nicht zu lange gehen, damit er nicht zu weich wird.

14. Hat das Backrohr mehr Ober- wie Unterhitze, lege man, sobald der Stollen goldbraun ist, ein angefeuchtetes Pergamentpapier über den Stollen, im umgekehrten Falle lege man unter das Backblech einen Ziegelstein.

15. Verfügt man nicht über ein sehr gutes Bratrohr, trage man den Stollenteig lieber zum Bäcker und lasse ihn dort backen.

Aus 400 g Mehl, 35 g Hefe, 4 Löffel lauwarmer Milch, 80 g erwärmter Resi-Schmelz, 3 Löffel Zucker, 50 g Rosinen, 50 g Weinbeeren, etwas abgeriebener Zitronenschale bereitet man einen nicht zu weichen Teig, den man gut aufgehen läßt, formt dann aus zwei Dritteln des Teiges einen größeren und dem restlichen Drittel einen kleineren, länglichen Wecken. Diese müssen noch etwas gehen. Dann legt man den kleineren Wecken der Länge nach so auf den größeren, daß ein Drittel der Oberfläche frei bleibt. Man bäckt ihn im Rohr zu guter Farbe, bestreicht ihn mit zerlassener Resi-Schmelz und bestäubt ihn mit Puderzucker. Dieser Stollen wird schön hoch und ist leicht verdaulich.

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