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Die Geschichte der Pecherei

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Die Geschichte der Pecherei

Die Geschichte der Harzgewinnung, bei den Einheimischen als „Pecherei“ bekannt, reicht weit in die Vergangenheit.

Obwohl es kaum schriftliche Aufzeichnungen gibt, ist bekannt, dass Harz auch „Pech“ genannt, schon in frühchristlicher Zeit als wichtige Hilfe zum Abdichten von Gefäßen und Booten diente und ob seiner desinfizierenden Wirkung schon früh als Heilmittel verwendet wurde.

Einer der ältesten Belege für die Verwendung von Harz als Klebemittel in Europa stammt aus einem Fund bei Jülich in Deutschland. Der Urzeitkleber aus Birkenpech wurde für die Befestigung von schmalen Steinklingen verwendet.

kolophonium

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Von der Altsteinzeit bis in das 19. Jahrhundert waren Kienspäne (harzreiches Holz) ein weit verbreitetes Leuchtmittel.

Die alten Ägypter verwendeten das Harz der Aleppo-Kiefer zum Einbalsamieren ihrer Leichen. Griechen und Römer setzten das Harz für die Herstellung von Heilmitteln ein und konservierten damit ihren Wein.

Im Mittelalter fehlte Harz in keiner Alchemistenwerkstatt. In Klöstern und Apotheken wurden daraus Arzneien hergestellt.

Moderne Verarbeitungsmöglichkeiten des Harzes haben schließlich eine breite Produktpalette entstehen lassen. Die Basis bildeten die beiden Basisbestandteile des Harzes, Kolophonium und Terpentinöl.

Kolophonium wurde vor allem in der Papierindustrie sowie zur Herstellung von Lacken und Seifen verwendet. Terpentinöl wurde vorwiegend in der Lackindustrie und zur Herstellung von Schuhcremen verwendet.

In Österreich lässt sich die Harzgewinnung bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Schon damals galt die Schwarzföhre (Pinus nigra Syn. Pinus austriaca) wegen ihres Harzreichtums und ihrer Harzqualität als wichtigster Nutzbaum für die Harzgewinnung.

harzgewinnung

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Das rund 8100 ha große Areal zwischen Mödling und dem Schneeberg war das Zentrum der Pecherei in Österreich.

Die südliche Kiefernart, deren Hauptverbreitungsgebiet in den Gebirgen der Mittelmeerländer liegt, kommt bei uns vorwiegend in diesem begrenzten Verbreitungsgebiet vor.

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