Der Europäischen Stahlharter Wettbewerb Werbung

Der Europäischen Stahlharter Wettbewerb

Der Europäischen Stahlharter Wettbewerb. Überkapazitäten und Dumpingpreise machen der europäischen Stahlindustrie schwer zu schaffen. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Der europäischen Stahlindustrie geht es alles andere als gut. So plant der Hersteller Voestalpine aus Österreich schon jetzt, nach seinem im März 2017 auslaufenden aktuellen Sparprogramm weitere Einsparungen vorzunehmen. Und Thyssenkrupp befindet sich seit Monaten wegen seiner kriselnden Stahlsparte in Fusionsgesprächen mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel. Die Stahlsparte liegt dem deutschen Konzern fast schon wie ein Mühlstein um den Hals und sie verdient derzeit nicht einmal ihre Kapitalkosten. Das liegt vor allem an dem gnadenlosen Wettbewerb.

So hat nach Daten des Branchenver­ Über kapazitäten und Dumpingpreise machen der europäischen Stahlindustrie schwer zu schaffen.

Eine Lösung ist nicht in Sicht bands World Steel Association die Europäische Union (inklusive Großbritannien) im Jahr 2016 insgesamt 153 Millionen Tonnen Stahl verbraucht.

Wie der Chart rechts zeigt, hat allein der Luxemburger Stahlgigant ArcelorMittal im gleichen Jahr über 97 Millionen Tonnen Stahl hergestellt. Rechnet man den Output der anderen Produzenten in Europa dazu, könnte die EU ihren Stahl komplett aus eigener Herstellung beziehen.

Doch die asiatischen Konzerne – vor allem aus China – haben umfangreiche Kapazitäten aufgebaut und drängen ebenfalls nach Europa. Sie können ihren Stahl billiger produzieren und so Preise der europäischen Hersteller unterbieten. Zwar hat die EU reagiert und vereinzelt Strafzölle verhängt, doch das grundsätzliche Dilemma bleibt weiter ungelöst.

Stahlmarkt Vor allem in Asien sitzen die weltgrößten Stahlproduzenten.

Thyssenkrupp will sich mit Tata Steel verbünden. Der Konzern könnte so seine Kosten verringern und Synergieeffekte nutzen. Doch solange die asiatischen Hersteller weiter mit Dumpingpreisen auf den Weltmärkten erfolgreich sind, werden es die europäischen Stahlhersteller schwer haben.

ArcelorMittal (Luxemburg) 97,1
Hesteel (China) 47,8
Nippon Steel (Japan) 46,4
Posco (Südkorea) 42,0
Baosteel (China) 35,0
Tata Steel (Indien) 26,3
Thyssenkrupp (Deutschland) 17,3

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